Xbox 360: The Cursed Crusade im Test mit Blogfreunden

Vergangenes Wochenende habe ich mich mit den geschätzten Blogfreunden Lars von DeusXCinema und Thomas von Media Master of the Universe (MMOTU) zu einer gemeinsamen Testsession des Spiels “The Cursed Crusade” aus dem Hause der dtp Entertainment AG getroffen. Bei Speis und Trank vom Lieferservice, kämpften wir uns im Singleplayer- und Koop-Modus durch die gegnerischen Herrscharen, um uns für Euch ein Bild von diesem Titel zu machen. “The Cursed Crusade” ist seit dem 11. Oktober für Xbox 360, Sony PlayStation3 und PC erhältlich.

Wie uns der Nachmittag rund um dieses Spiel und “The Cursed Crusade” selbst gefallen haben, erfahrt Ihr während der nachfolgenden Zeilen. Doch bevor wir Euch auf unser Fazit loslassen, wollen wir noch ein paar allgemeine Infos zum Spiel zur Verfügung stellen.

The Cursed Crusade bietet Spielern eine fesselnde Geschichte um das Schicksal zweier Freunde, das Drama einer Familie und den Kampf um die Erlösung der Seele. Während des vierten Kreuzzuges kämpfen Action-Fans im Koop-Modus online oder per Splitscreen mit den verfluchten Kriegern Denz de Bayle und Esteban Noviembre in einer Spielwelt, die historische Geschehnisse und Mystik in sich vereint. Vor diesem Hintergrund führt der Weg der zwei unterschiedlichen Recken mit gleichen Zielen unter anderem nach Konstantinopel und Zara, wo sie in der 3rd-Person-Perspektive zahlreiche Abenteuer bestehen müssen. Sollten einmal keine Mitspieler verfügbar sein, übernimmt die KI die Steuerung des Diebes Esteban.”

Features

  • Die alte Welt brennt – Spieler stürzen sich in den erbitterten Kampf um Vergeltung, der fünf Kapitel mit insgesamt 36 Missionen umfassen wird, in denen die großen Städte des Mittelalters in Feuer, Tod und Zerstörung versinken.
  • Verfluchte Templer – Per Knopfdruck wird die Spielwelt in eine rot lodernde Vision der Hölle verwandelt, in der Stärke und Wahrnehmungsfähigkeit übermenschliche Dimensionen annehmen.
  • Bruderschaft des Stahls – Per Splitscreen oder Online-Koop schlüpfen Spieler in die Rollen von Denz und Esteban. Für Solo-Abenteurer übernimmt die KI die Kontrolle über Esteban, dem der Spieler Befehle erteilen kann.
  • Intensive, intuitive 3rd-Person-Action – Die waffenbasierte Kampfsteuerung mit über 130 Waffen und mehr als 90 Kombos sowie einem timingbasierten Kontersystem ist einfach zu erlernen, bietet aber trotzdem große Spieltiefe.

Kurz nach dem Eintreffen der geschätzten Mitstreiter Lars und Thomas, wurde der Nachmittag und die vor uns liegende Testsession mit einer lokalen Cola-Spezialität zum Aufputschen sowie eifrigen Diskussionen über aktuelle Spiele und deren mehr oder weniger nützlichen Kinect-Features eröffnet. Um gewonnene Eindrücke des Spiels möglichst direkt miteinander besprechen zu können, haben wir uns im Vorfeld darauf geeinigt den Titel noch nicht im Alleingang anzuspielen. Während sich also der Fortschrittsbalken der Festplatteninstallation langsam von einer Bildschirmseite zur anderen kämpfte, würfelten wir einen Lieferservice aus und bestellten zeitspannenuntypisch schmackhaftes japanisches Karaage für die virtuelle Tafelrunde.

Nachdem mehrere Gigabyte auf die Xbox 360 Fesplatte geschaufelt wurden, entschlossen wir uns zum Start des Spiels und wurden mit einem einfach gehaltenem Startbildschirm begrüßt, der uns nach wenigen Minuten erstmal in den Wahnsinn trieb. Ich versuchte, bewaffnet mit dem linken Analogstick die einzelnen Auswahlpunkte anzusteuern, was mir aber nicht gelingen wollte. Ich schob dies auf meinen, trotz der mittlerweile vorangeschrittenen Zeit, noch recht verkaterten Zustand (Am Vorabend fand eine epische Wohnungseinweihungsfeier eines Freundes statt) und übergab resignierend den Controller einem Mitstreiter. Nach einigen weiteren Versuchen und ersten aufkommenden Zweifeln am Eingabegerät, kamen wir auf die Idee das digitale Steuerkreuz zu verwenden und hatten Erfolg und somit auch Zugang zu den weiteren Optionen des Spielmenues.

Singleplayer

Wir beschlossen die Session mit einer Runde im Einzelspielermodus einzuläuten und durften nach einem gefühlt nicht enden wollendem, aber leider (mit Bezug auf die Story) recht inhaltsleerem Intro erstmals das virtuelle Schwert im angepriesenen direktem Kampf schwingen. Die Steuerung funktionierte in der Tat sehr genau. Während wir unserem virtuellen Alter-Ego aus klassischer “schräg von hinten über die Schulter-Perspektive” Befehle erteilten, endeten diese immer in einer handvoll gleichablaufender Finishing-Moves. So landete unser Schwert bei jeder dritten Aktion im Torso des mittelalterlichen Kontrahenten, was das Spielgeschehen ein paar Sekunden lang für eine ungeschnittene und sehr blutige Sequenz unterbrach.

Einige erfolgreiche Kämpfe später, folgten erneut mehrere längliche Cutscenes, die uns nach weiteren Minuten des Wartens im Templer-Höllenmodus (samt Hörnern auf dem Kopf) vor einer Kirche stehend zurück ins Spielgeschehen warfen. Wir wurden angewiesen uns in den heiligen Hallen in Sicherheit vor dem teuflisch anmutenden Kontrahenten zu bringen. Noch bevor dies verstanden wurde, folgten schon die ersten Quicktime-Events per großflächiger Einblendung unterschiedlicher Einzeltasten inmitten des Bildschirms. Obwohl wir der Meinung waren die Aktionen richtig ausgeführt zu haben, erblickten wir nach dem dritten Tastendruck den “Game Over” Bildschirm des Spiels und durften, schlecht verteilter Rücksetzpunkte zum Dank, wieder am Spielanfang einsteigen und uns erneut die zahlreichen Cutscenes ansehen (Einzeln abbrechbar über die Knöpfe “B” und “A”).

Kurz vor dem Eintreffen des Lieferservices hatten wir dann endlich Erfolg und erreichten die sichere Kirche und somit weitere längliche Zwischensequenzen, in denen uns neue Charaktere und deren Sprecher mit stark aufgesetztem, aber unterhaltsamen Dialekt vorgestellt wurden. In der anschliessenden spielbaren Szene, schoben wir gemeinsam mit einem Mitstreiter ein überdimensioniertes, hölzerneres Schutzschild in Richtung Burgeingang, welches uns vor diversen Wellen auf uns niederprasselndem Feuerpfeilregen schützte. Vor dem Burgtor sicher angekommen, mussten nur noch einige gegnerische Armbrusschützen aus der verlassenen Deckung heraus per gezieltem Schuss in den Abgrund befördert werden, um den nun freigeräumten Burgeingang in Kooperation mit anderen KI-Rittern mittels eines Rammbocks zu öffnen und das innere der Bastion per Schwert zu säubern. Da sich das Spielgeschehen auch im Innenhof stark wiederholte und lediglich durch eine Zwischensequenz mit rollender Kopfeinlage zu unterhalten versuchte, zogen wir das gelieferte Essen weiteren Kampfszenen vor.

Multiplayer

Von der Essenspause gestärkt, begaben wir uns bewaffnet mit zwei Controllern in den Splitscreen Koop-Modus des Spiels. Zu unserer Überraschung fehlten hier vollständig Spielmusik und – ton. So förderlich die Abstinenz der akkustischen Untermalung der Zwischenmenschlichen-Multiplayer-Kommunikation auch sein mag, wir glauben hier nicht an ein nett gemeintes Feature des Herstellers, sondern an eine schlecht bzw. gar nicht ausgeführte (deutsche) Qualitätssicherung. Da sich das in zwei Bildschirmhälften unterteilte Spielgeschehen darüber hinaus nicht zu einer gemeinsamen Spielerfahrung verbinden ließ (Wir haben uns nie innerhalb ein und der selben Szene sehen können), brachen wir den weiteren Test ab.

Fazit

“The Cursed Crusade” hätte ein richtig gutes und ausgereiftes Spiel werden können. Die Qualität, mit der unter anderem die virtuellen Charaktere vertont wurden, hätte anderen Teilen des Spiels sehr gut gestanden. Die Story, zumindest die Teile, die ich den langatmigen aber meist inhaltsleeren Zwischensequenzen hatte entnehmen können, hätte Platz für mehr geboten und eine technisch saubere Umsetzung verdient. Wer die Mittelalterepoche mag und die oben aufgezeigten Mängel verschmerzen kann, darf gerne mal einen Blick auf bzw. in das Spiel wagen, denn Mut wird ja bekanntlich oftmals belohnt.

Trailer

Links

Link: Offizielle Webseite des Spiels “The Cursed Crusade”
Link: Review des Titels bei DeusXCinema
Link: Review des Titels bei MMOTU
Link: “The Cursed Crusade” (Xbox 360) bei Amazon

Dieser Test wurde durch ein von der dtp Entertainment AG zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht.

Ich bin Jan, eines der Gesichter hinter KonsolenDealz.de. Zusammen mit Tom habe ich die Seite im Dezember 2009 gestartet und begebe mich seither jeden Tag für euch auf die Suche nach den besten Deals und Schnäppchen rund um unser Lieblingshobby.

4 Comments
  1. Reply
    Andy2600 22. Oktober 2011 at 22:43

    Wie siehts allgemein mit dem Schwierigkeitagrad aus?
    Ich mag keine “knackigen” Sachen, lieber flüssig durch.

  2. […] geht’s zu Thomas (Coming Soon) und hier zu Jans Sicht der […]

  3. Reply
    Jan 23. Oktober 2011 at 11:11

    Der Schwierigkeitsgrad ist moderat, trotzdem können die Rücksetzpunkte und insbesondere die wiederholt zu überspringenden Sequenzen an einigen Stellen mächtig nerven. Das im Artikel beschriebene Problem mit den Quicktime-Events vor der Kirche war ein hausgemachtes. Bei besser positionierter Kamera hätten wir schneller verstanden, dass wir uns beim Ausführen der Events (nach oben) in Richtung der Kirche bewegen müssen.

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